Zur irreführenden Sterne-Werbung bei Hotels

Sterne strahlen und ziehen ggfs. Publikum an. Werden Hotels mit vermeintlichen Sternen beworben, obwohl sie keine gültige Zertifizierung nach Maßgabe der Deutschen Hotelklassifizierung besitzen kann dies einen Wettbewerbsvorteil bedeuten und den Kunden täuschen. Mit einer „Sterne Werbung“, beispielsweise einer Bezeichnung als „5-Sterne-Wertung“, kann der Vorteil des Hotels herausgestellt werden, da der potentielle Kunde bestimmte Eigenschaften mit der Klassifizierung verknüpft.

Das Landgericht Rostock hatte in einem Verfahren zu entscheiden, in dem ein Hotelier in seinem Logo den Hinweis nutzte: „5 Sterne“ (LG Rostock, Urteil v. 29.05.2015, 5 HK O 173/14). Der Hotelbetreiber verteidigte sich mit dem Argument, dass sein Hotel in einem Hotel- und Restaurantführer die entsprechende 5 Sterne Klassifizierung erhalten habe.

Dieser Auffassung folgte das Landgericht nicht und gelangte zu dem Ergebnis, dass die Werbung unzulässig ist, da sie wettbewerbswidrig und insbesondre irreführend sei. Dies sei hier der Fall, da keine gültige Zertifizierung nach Maßgabe der Deutschen Hotelklassifizierung vorliege.

Details

Für Hotelbetreiber heißt dies, dass die Werbung mit Sternen durch die entsprechende Stelle zertifiziert sein muss, um nicht irreführend zu sein. Diese Klassifizierung kann beispielsweise von der DEHOGA vorgenommen werden.

Wollen Sie Ihre Werbemaßnahme prüfen lassen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir beraten insbesondere Unternehmen und Mittelständler auf dem Gebiet des Wettbewerbsrechts.